Apostel Korbien (2. Reihe, 3. von links) im Kreis der Jugend.
Apostel Jens Korbien
Profil: Apostel Jens Korbien wurde am 6. Oktober 1961 in der Lutherstadt Wittenberg geboren. Er arbeitete als Diplomingenieur für chemische Verfahrenstechnik und ist seit dem 16. Juli 1983 mit seiner Frau Karola verheiratet. Sohn Markus (23) und Tochter Silke (21) sind bereits verheiratet und aus dem Haus. Apostel Korbien lebt heute in Dessau und ist für den Arbeitsbereich Sachsen-Anhalt zuständig.
Welche Art von Musik hören Sie?
Bezüglich des Musikhörens gibt es bei mir ein ziemlich breites Spektrum je nach Situation und Stimmung. Die Vorliebe gilt aber eher der Klassik und den „leisen Tönen“.
Ihre Lieblingsfigur in der Bibel und warum?
Die Bibel gibt Zeugnis von vielen, die uns auch heute noch als Vorbild dienen, allen voran Jesus Christus.
Besonders aber fasziniert mich immer wieder Apostel Petrus. Er wird uns in den Schriften des neuen Testaments so lebensnah mit seinen großen Stärken, aber auch (recht schonungslos) mit seinen Schwächen gezeigt. Gerade Letzteres tröstet, wenn man mal wieder unzufrieden mit sich selbst ist. Wenn man dann noch bedenkt, dass die Evangelien erst verfasst wurden, als er schon den Urchristen als der große Apostel bekannt war, ist dies für mich auch ein weiterer Beleg für die Glaubwürdigkeit der biblischen Berichte.
Gibt es ein besonderes Erlebnis aus Ihrem Arbeitsbereich?
Auf diese Frage möchte ich nicht konkret antworten. Besondere Erlebnisse gibt es sicher täglich. Doch was der eine, der etwas direkt und hautnah erlebt, als außergewöhnlich und als etwas Besonderes empfindet, ist für einen Unbeteiligten manchmal kaum der Rede wert und als etwas Besonderes schwer zu vermitteln.
Haben Sie ein Lebensmotto, wenn „ja“ welches?
Hierauf möchte ich gern mit einem Bibelzitat antworten:
“Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient. Seid so unter euch gesinnt, wie es der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht“ (Philipper 2,3–5).
Ihre Erwartungen an den Jugendtag? Auf was freuen Sie sich beim Jugendtag besonders?
Die größte Vorfreude habe ich auf den Gottesdienst. Jugendgottesdienst mit dem Stammapostel zu erleben, ist etwas ganz Großes. Und ich erwarte eine Jugend, die das zu schätzen weiß und sich vom Wort Gottes begeistern lässt. Außerdem stelle ich es mir überaus bewegend vor, in diesem Kreis das Heilige Abendmahl zu feiern, dann auch das Heilige Abendmahl für die Entschlafenen.
Wie bereiten Sie sich auf den Jugendtag vor?
Ich werde mich immer mal wieder auf www.jugendtag-mitte.de informieren.
Was ist ihre größte Sorge betreffend die Jugend oder wo sehen Sie heute besondere Gefahren?
Mir bereitet Sorge, dass junge Menschen heute oft zu sehr nach dem momentanen Bedürfnis oder Gefühl Entscheidungen treffen. So kommt es vor, dass vermehrt bei einer Glaubenskrise, wie sie wohl jeder junge Mensch durchlebt, sofort Abstand zur Gemeinde entsteht und dieser dann für immer bleibt. „Das gibt mir nichts mehr“ – hört man dann oft. Kürzlich erzählte mir ein Jugendleiter, dass er als Jugendlicher eine Zeit lang nur „Mitläufer“ war. Doch „wegzubleiben“ konnte er sich seinerzeit nicht vorstellen, dass wollte er seinen Eltern und den Brüdern einfach nicht antun. Er kämpfte innerlich um seinen Glauben, fing dann wieder Feuer und ist heute dankbar, auch während der Krise mitten in der Gemeinde geblieben zu sein.
Eine besondere Gefahr sehe ich darin, dass die Erwartung der Wiederkunft Christi nicht mehr den Stellenwert im Leben einnimmt, der ihr gebührt.
Welche Eigenschaft zeichnet die Jugend aus ihrem Arbeitsbereich besonders aus?
Was mich immer wieder erfreut ist die Tatsache, dass bei Jugendgottesdiensten ca. 80% der jugendlichen Teilnehmer im Chor mitsingen. Aber ich glaube kaum, dass sich die Jugend meines Arbeitsbereiches von der Jugend anderer Bereiche „auszeichnungswürdig“ unterscheidet.
Was bringen Sie (uns) zum Jugendtag mit?
Beste Wünsche zum Gelingen dieses Tages!
Ihr Gruß an die Jugend:
Darf es auch hier ein Bibelzitat sein?
„Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen!“